Die Gesprächstherapie

Englisch: Talk therapy

 

In der Gesprächstherapie wird davon ausgegangen, dass seelische Störungen dadurch entstehen, dass bestimmte Gefühle nicht gefühlt werden dürfen und dass bestimmte Erfahrungen mit bestimmten Gefühlen verbunden sind. 

Begründer der Gesprächstherapie ist Carl Rogers.

 

Art:

Einzelsitzungen

Zeit:

Im Schnitt 40-80 Sitzungen je 50 Minuten

Kosten:

Von vielen gesetzlichen Krankenkassen anerkannt, jedoch nicht von allen. 

Die Gesprächspsychotherapie gehört nicht zu den allgemein wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren. Wird aber durch die Krankenkasse finanziert wenn es im Rahmen einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie abläuft (muss ein tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapeut sein mit einer Zusatzausbildung zum Gesprächstherapeut). 

 

Wer kann lernen es bei euch anzuwenden?

Personen, die in psychosozialen, psychologischen, medizinischen, pädagogischen Arbeitsfeldern tätig sind und eine Zusatzausbildung gemacht haben.

 

Verlauf:

Im Mittelpunkt der Therapie steht das gegenwärtige Erleben des Hilfesuchenden, der ermuntert wird, Probleme und Gefühle in Worte zu fassen. Das Ziel der Behandlung ist nicht, mögliche z.B. frühkindliche Konflikte als Ursache der Probleme des Klienten zu ermitteln und nachträglich zu lösen. Vielmehr soll der Klient mit Hilfe des Therapeuten zu einer Klärung seiner Gefühle, Wünsche und Wertvorstellungen kommen. Er bestimmt selbst weitgehend, worüber er reden möchte. Der Therapeut begegnet ihm nicht als übergeordneter Fachmann, sondern als gleichgestellter Helfer. Er faßt das, was der Klient ihm gegenüber geäußert hat, in eigenen Worten zusammen, er äußert jedoch keine Diagnosen oder Ratschläge und versucht nicht, zu überzeugen

Wirkungsweise:

Die Gesprächstherapie soll dem Patienten ermöglichen seine Bedürfnisse zu erkennen, zu sich selbst zurückzufinden und zu beurteilen wie ein für ihn befriedigendes Leben aussehen soll. Dabei soll der Patient sich zu einem zufriedenen und ausgeglichenen Menschen entwickeln, dabei soll der Patient für sich selbst die Verantwortung übernehmen, diese Ziel soll im Zentrum einer Gesprächstherapie stehen.

Nebenwirkungen/Kritische Betrachtung:

  • Es besteht die Gefahr erneut psychotisch und suizidal zu werden, wie bei jeder anderen Therapieform.
    Wird ein Patient während der Behandlung suizidal oder psychotisch, kann dies auch am Therapeuten liegen. Oft sind hier Zuneigungs- oder Abneigungsgefühle die der Patient zu Therapeuten entwickelt und welche der Therapeut missversteht oder missachtet.
  • Kritikpunkte der klassischen Gesprächstherapie (ein wissenschaftlicher Bericht mit vielen Fremdworten)

Für Interessierte: