Psychotherapie darf von Ärztlichen PsychotherapeutInnen, Psychologischen PsychotherapeutInnen und HeilpraktikerInnen durchgeführt werden. HeilpraktikerInnen, die nur psychotherapeutisch arbeiten, haben die Berufsbezeichnung HeilpraktikerInnen (Psychotherapie). Der Einsatz einer Psychotherapie ist in der Regel dann besonders erfolgversprechend, wenn das eingesetzte Verfahren bzw. die gewählte Kombination unterschiedlicher Methoden genau auf das zu lösende Problem zugeschnitten sind. Wer sich über Spezialisierungen von Psychologischen Psychotherapeuten informieren will, kann dies z. B. beim Psychotherapie-Informations-Dienst (PID) tun. Oder man lässt sich über die Terminservicestellen unter der Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116 117) einen Termin vermitteln. Dort werden aber keine Therapieplätze vermittelt, sondern ein Erstgespräch – die sogenannte Sprechstunde

Kosten

In der ambulanten Versorgung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen leider nicht für alle anerkannten und praktisch bewährten Therapieverfahren die Kosten. Über die Gesundheitskarte der gesetzlichen Krankenkasse kann nur eine psychoanalytische Therapie, eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie und Verhaltenstherapie in Anspruch genommen werden. Auch die Kosten einer Psychotherapie bei HeilpraktikerInnen werden von den gesetzlichen Krankenkassen i. d. R. nicht übernommen, es sei denn, sie können keinen zugelassenen Therapeuten für die Behandlung Ihrer Erkrankung finden. Dann kann die Krankenkasse eine Kostenerstattung nach § 13 Sozialgesetzbuch V vornehmen. Außerdem könnte man eine Kostenübernahme über das Opferentschädigungsgesetz oder dem Fonds sexuelle Gewalt beantragen, vorausgesetzt dass man Anspruch auf diese Leistungen hat.

 

Um die 70 Euro kostet in der Regel eine Therapiesitzung. Das ist sehr viel, wenn man das selber bezahlen muss.

 

Welcher Therapeut ist der richtige?

Für den Erfolg einer Therapie ist es nicht nur wichtig, die richtige Behandlungsmethode zu finden. Mindestens ebenso wichtig ist die Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Die Basis jeder guten Therapie sind gegenseitiger Respekt und vor allem Vertrauen. Das heißt, die Chemie zwischen dir und deinem Therapeuten muss stimmen. Wenn die dein Therapeut unsympathisch ist oder er dich sehr einschüchtert, sind die Erfolgschancen gering.

 

Erste Kontaktaufnahme mit dem Therapeuten

Auf den eigenen Eindruck achten!
Schon beim ersten Anruf: Ist der Klang der Stimme des Therapeuten sympathisch?
Dann im Gespräch: Nimmt er sich Zeit für mein Anliegen? Antwortet er ausführlich auf meine Fragen?
Welche Ausbildung hat er? Wo liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit?
Hat er mit meinem Problem Erfahrung?
Welche Form der Arbeit erwartet mich, und was erwartet er von mir? Gibt er genügend Zeit, sich kennenzulernen?
Wie lange dauert voraussichtlich die Therapie?

Die ersten Stunden prüfen: Wie geht der Therapeut mit mir um? Fühle ich mich angenommen oder von ihm bedrängt? Wie reagiert er auf eventuelles Unwohlsein?

 

Fragen die man stellen kann um festzustellen, ob der/die Thera für einen richtig ist:

Überleg dir, was dir wichtig ist und frag ihn darüber aus, wie er dazu steht. Zum Beispiel:

Wie denken Sie über die Schuld der Kinder bei sexuellem Missbrauch?
Glauben sie, dass man Verzeihen muss um heilen zu können?
Wie denken sie über Multies?
...

Es gibt ganz viele Möglichkeiten zu prüfen, ob ein Thera wenigstens in den Grundzügen mit einem zusammenpasst. Man muss sich nur vorher mal überlegen wo man eigentlich steht und was einem wichtig ist. Einer Lesbe wird keine Therapeutin helfen können, die Lesben nicht für voll nimmt.

 

Quellen